Notartermin beim Immobilienkauf: Ablauf Leave a comment

Notartermin beim Immobilienkauf: Ablauf

Der Notartermin ist einer der wichtigsten Meilensteine beim Immobilienkauf. Wir zeigen dir, worauf es ankommt und welche Schritte im Ablauf entscheidend sind. Mit unserem Leitfaden verstehst du, was dich beim Notartermin erwartet – von der Vorbereitung über die Beurkundung bis zur Unterschriftenleistung. So gehst du informiert und sicher in diesen wichtigen Termin.

Was ist der Notartermin?

Der Notartermin ist ein offizieller Termin, bei dem die Kaufvertragsurkunde ausgefertigt und unterzeichnet wird. Der Notar fungiert als neutrale, staatlich beglaubigte Person und dokumentiert den Kaufvertrag rechtswirksam. Ohne Notartermin ist der Immobilienkauf in Deutschland rechtlich nicht gültig.

Bei diesem Termin werden alle vertragsrelevanten Punkte nochmal überprüft: Käufer und Verkäufer, Grundstücksbeschreibung, Kaufpreis, Finanzierungsdetails und weitere Bedingungen. Der Notar klärt beide Parteien über ihre Rechte und Pflichten auf.

Der Termin findet in der Regel in der Notarkanzlei statt und dauert zwischen 30 und 90 Minuten. Wer nicht persönlich vor Ort sein kann, darf sich durch einen bevollmächtigten Vertreter vertreten lassen – allerdings nur mit notariell beglaubigter Vollmacht.

Vorbereitung auf den Notartermin

Eine gute Vorbereitung sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:

Dokumente sammeln und überprüfen:

  • Personalausweise oder Reisepässe beider Parteien
  • Aktuelle Grundbuchauszüge
  • Grundrisspläne und Baupläne
  • Energieausweis
  • Auszug aus der Grundsteuerrolle
  • Gegebenenfalls Makler- oder Handwerkerrechnungen

Finanzierung klären:

Stelle sicher, dass deine Bankfinanzierung genehmigt ist. Der Notar braucht Details über deine Kreditlaufzeit und Darlehenskonditionen. Manche Notare fordern auch eine schriftliche Zusage der Bank vor dem Termin.

Mit dem Notar kommunizieren:

Tritt mindestens eine Woche vorher mit der Notarkanzlei in Kontakt. Klär ab, welche Dokumente mitgebracht werden müssen und ob es Besonderheiten gibt. Ein guter Notar beantwortet alle deine Fragen vor dem eigentlichen Termin.

Zahlungsmodalitäten vorbereiten:

Diskutiere mit dem Verkäufer und der Bank, wie und wann die Kaufpreiszahlung erfolgt. Meist findet die Zahlung in die Notaranderkonto statt – dies bietet beiden Parteien Sicherheit.

Der Ablauf des Notartermins

Der Notartermin folgt einem bewährten Schema. Wir erklären dir jeden Schritt:

Überprüfung der Dokumente

Zum Start prüft der Notar alle eingereichten Papiere. Er verifiziert, dass die Personalien beider Parteien korrekt sind, dass der Verkäufer tatsächlich Eigentümer des Grundstücks ist (über das Grundbuch) und dass keine Belastungen oder Pfandrechte übersehen wurden. Der Notar überprüft auch den Energieausweis und eventuelle Maklerverträge.

Falls etwas fehlt, wird der Termin ggfs. verschoben. Ein sorgfältiger Notar nimmt sich Zeit für diese Phase – das ist zu deinem Schutz.

Beurkundung der Urkunde

Jetzt wird der Kaufvertrag beurkundet. Das bedeutet: Der Notar erstellt ein rechtssicheres, notariell beglaubigtes Dokument. Er liest den Vertrag sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer vor – beide müssen verstehen, was sie unterschreiben.

In diesem Moment erklärt der Notar auch die rechtlichen Konsequenzen. Ein häufig übersehener Punkt: Es besteht ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Der Notar muss euch auch auf potenzielle Steuern hinweisen (Grunderwerbsteuer).

Bei Bedarf werden hier auch noch kleine Änderungen vorgenommen – aber größere Umänderungen sollten vor dem Termin erfolgt sein.

Unterschriftenleistung

Nachdem alles geklärt ist, unterzeichnen beide Parteien den Vertrag in Gegenwart des Notars. Der Notar beglaubigt die Unterschriften. Dies ist der rechtswirksame Moment – ab hier ist der Kaufvertrag bindend.

Oft werden drei bis vier Ausfertigungen unterzeichnet: eine für den Käufer, eine für den Verkäufer und mindestens eine für das Grundbuchamt. Der Notar behält ebenfalls eine beglaubigte Kopie in seinen Akten.

Nach den Unterschriften ist der praktische Teil abgeschlossen. Der Notar kümmert sich danach um die Grundbuchanmeldung und die Überweisung des Kaufpreises.

Kosten und Gebühren

Die Notarkosten sind nicht verhandelbar – sie sind durch das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) bundesweit einheitlich festgelegt.

KaufpreisNotargebühr (ca.)
100.000 € 450–550 €
250.000 € 950–1.150 €
500.000 € 1.800–2.200 €
1.000.000 € 3.500–4.200 €

Die Werte sind Beispiele: aktuelle Gebühren bitte beim Notar anfragen.

Zusätzlich zur Notargebühr kommen oft noch weitere Kosten hinzu:

  • Grundbucheintrag: ca. 50–150 € (je nach Bundesland)
  • Maklergebühren (falls vorhanden): meist 5–7 % des Kaufpreises
  • Grunderwerbsteuer: je nach Bundesland 3,5–6,5 % des Kaufpreises (nicht vom Notar, aber wichtig zu wissen)

Die Gebühren werden meist nach dem Termin eingezogen. Viele Notare informieren dich bereits vor dem Termin über die exakten Kosten.

Unser Tipp: Frag den Notar vorab nach einer Kostenübersicht, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Achte auch darauf, ob Grundbucheintragungen bereits enthalten sind oder extra berechnet werden.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich jemanden zum Notartermin mitbringen?

Ja, eine Vertrauensperson kann dich unterstützen – z.B. ein Familienmitglied oder dein Makler. Du musst selbst unterschreiben, es sei denn, du hast eine beglaubigte Vollmacht ausgestellt.

Was passiert, wenn ich eine Zahlung nicht rechtzeitig leisten kann?

In solchen Fällen wird der Vertrag nicht sofort wirksam. Der Kaufpreis muss normalerweise auf ein Notaranderkonto fließen, bevor die Grundbucheintragung erfolgt. Das schützt beide Seiten.

Wie lange dauert es vom Notartermin bis zur Eigentumsumschreibung?

Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch dauert typischerweise 2–4 Wochen nach dem Notartermin, manchmal auch länger. Der Notar kümmert sich um die Anmeldung, das Grundbuchamt verarbeitet es dann.

Kann ich den Notar selbst aussuchen?

Ja, es gibt keine Pflicht, einen bestimmten Notar zu nehmen. Allerdings einigen sich Käufer und Verkäufer oft auf einen Notar, um Kosten zu sparen. Wenn ihr euch nicht einigt, kann der Verkäufer den Notar bestimmen.

Weitere Informationen zu Glücksspiel und sicheren Plattformen findest du unter spinsy casino webseite, wo wir auch über Lizenzierungen und Regelwerke berichten.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

SHOPPING CART

close